Donnerstag, 3. Mai 2012

La maravilla turística.






Ja, also Machu Picchu..die Ruinen sind schon gut, aber noch erstaunlicher ist der Hype. Nachdem wir herausgefunden hatten, wie teuer und stressig das werden wuerde, haben wir nochmal gruendlich ueberlegt, das wirklich zu machen.. aber fuer die Alternative Choquequirao hatten wir nicht genug Zeit. Also von Quillabamba nach Santa Maria fuer 12 Soles, dann im schlecht verhandelten Taxi fuer 39 Soles nach Santa Teresa, wo wir uns von der waghalsigen Fahrt erstmal in den wunderschoenen Thermalquellen erholen mussten. Dann ein Combi zur Hydroelectricastation, 15 Soles, von dort statt dem 18-Dollarzug zu Fuss die 13 Kilometer nach Aguas Calientes. Eine gute Entscheidung, grossartige Strecke durch Nebelwald am Urubamba entlang, natuerlich im Regen, das gehoert zum Abenteuer ja dazu, und bis in die Nacht hinein. Zum Glueck finden wir gleich ein bezahlbares Hostel und vegetarisches fuer je 20 Soles. Tickets je 140 Soles, auf den Bus nach oben verzichten wir, wegen 17 Dollars cada uno, und stehen dafuer gleich um 4 Uhr wieder auf, um oben den Sonnenaufgang ueber der Ruinenstadt zu erwischen. Das haben wir uns natuerlich fein ausgedacht, aber dabei nicht unbedingt mit dem dichten Nebel gerechnet, der sich erst um 11 lichtet. Naja, wir klettern inzwischen, obwohl nach dem ersten Aufstieg weder sehr fit noch besonders gut gelaunt auf den Machu-Picchu-Berg, frieren und hungern dort ein wenig, Essen und Trinken sind natuerlich auf dem Gelaende nicht erlaubt, und ja - als die Sonne herauskommt, werden wir irgendwie fuer alles entlohnt. Die Aussicht sehr, sehr schoen, und die unten in so grosser Zahl und mit so beeindruckender Fertigkeit aufeinandergeschichteten alten Steine haben etwas Magisches an sich. Oder vielleicht freuen wir uns auch nur so sehr ueber die reingeschmuckelten Quinoa-Schnitten, dass wir unsere Aufregung falsch attribuieren.. jedenfalls steigen wir wesentlich froher wieder vom Berg, und koennen jetzt auch die herrliche Vegetation begutachten mit ihren komplizierten, aber genialen Blattformen- und Groessen und all den spektakulaeren Blueten in allen Farben. Wir irren dann ein bisschen durch die Inkastadt selbst, denken uns lustige Geschichten ueber die verschiedenen Sites aus, die die teuren Guides alle noch nicht wissen, versuchen vergeblich die dekorativ herumgrasenden Lamas zu streicheln und machen uns dann auf die feuchten Socken (es regnet schon wieder), um den 59-Dollarzug nach Cuzco noch zu erwischen, so teuer kann das werden, wenn man sich keine Zeit fuer Umwege nimmt.

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