Samstag, 7. April 2012
Yeti en los Andes.
Nachdem ich letzte Woche zuerst Kadi und dann Chris in Lima abgeholt habe (und Microfahren alleine ist ueberhaupt nicht so schwierig und gefaehrlich, wie mir immer suggeriert wurde!), wir dort Katakomben und Knochen, Kultur im MALI und El-Condor-Pasa-Spielende Watchguards, das Barranco und ein buntes Antirassismuszentrum gesehen, vegetarisches Menue in altem Eisenbahnwagen und Pisco Sour und Algarrobina in der Catedral de Pisco zu uns genommen haben, haben wir noch zwei schoene Tage in San Pedro verbracht und jede Menge Blumensamen unter meinen Kindern verteilt und vorlaeufig Abschied genommen.
Jetzt sind wir richtig in den Bergen. Zwei Tage haben wir uns in Arequipa genommen, Kathedrale mit uralter huebscher Orgel und Aussichts-Glockenturm gesehen, den riesigen Markt Don Camillo und die alten Terrassen von Paucarpata. Dann gings in den Colcacanyon, ueber Nacht und ueber wackelige Staubstrassen, neben mir dick eingepackte bunte Colcafrauen, im Gepaeckraum Huehner und Ziegen, und fuer 40 Soles (und das noch runtergehandelt von 70) darf man dann auch die Condors am Mirador Cruz del Condor anschauen. Dazu ist es allerdings richtig arg kalt, wenn man sich den Spass macht, vor den anderen Touristen anzukommen. Zu Fuss dann nach Cabanaconde am aeussersten Ende vom bevoelkerten Canyon, immer die schneebedeckten Berge und den ca. 1000 Meter tiefen Abgrund im Blick. Dann setzt der Regen ein und wir verschieben den Abstieg auf den naechsten Tag, was eine gute Idee ist, weil bei schoenem intensiven Sonnenschein macht das viel mehr Spass. Unten wartet Sangalle, eine Oase mit lauwarmem Vulkanwasser, aber auf nur noch 2300 Meter ist es angenehm mediterran warm. Bergauf merkt man aber doch die Hoehe, alle 10 Minuten muss eine Pause eingelegt werden, um den Puls wieder ein bisschen runterzukriegen. Wir schaffens aber ohne Mulihilfe nd mit nur ganz wenig Sorroche, Hoehenkrankheit. Der Bus nach Yanque, am anderen Ausgang ovm Canyon, geht erst spaet abends, und spaet abends in Yanque schlafen schon alle Hostelbesitzer. Wir lernen das Dorf bei Nacht kennen und gluecklicherweise Silverio, der uns ein Zimmer mit Matrazen zur Verfuegung stellt, und morgens mit heissem Wasser, Arroz con Leche und Mazamorra versorgt, muy agradecidos. Wir schaffen unsere mueden Glieder nach Uyo Uyo hinueber, ein paar Prae-Inka/Inka/Spanier-Ruinen auf der anderen Seite des Flusses, alte Steine unter wunderschoenen Kakteen und Myriaden herrlich gelber Blumen in schoenstem Sonnenschein, und es duftet ein bisschen nach italienischen Inseln und alles was man hoert sind Voegel und das Plaetschern des ein oder anderen Riochuelos. Und schliesslich schaffen wir es ueber verschlungene Pfade noch hinauf zu einem impresionante Wasserfall mit furchtbar kaltem Mismi-Wasser, das uns die Fuesse erfrischt und sehr gluecklich macht. Zurueck nach Arequipa entgehen uns zwar die scheuen Vizcachas, aber es geht quer durchs Vicunyareservat und grosse Lama-Alpaca-Herden, durch Hochmoore, kalte Wolken und karge Steinwuesten. Schoen, die Anden.
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