Ich freu mich sehr. Wenn die Leute ihre Gärten jetzt selbst bauen, und sogar darin investieren, steigt wohl die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch längerfristig darum kümmern.
Auch bei Leslie und Lidia war noch alles in Ordnung, was mich ebenfalls freudig überrascht hat - der erste Versuch bei den beiden viel den gewalttätigen Geschwisterkinder zum Opfer.
Die neue Version hat keine Tür, sondern eine Einstiegstreppe und ist damit relativ kindersicher, und die Seitenwände bestehen aus zwei alten Türen, die wir tief in die Erde gegraben haben und mit Palos (Stöcken) gestützt werden. Hat also die erste Woche überlebt, und wir haben alles schön bunt angemalt.
Ich mach die Ninyos schön langsam zu richtigen Blumenkindern :) Viel gepflanzt haben wir allerdings dort noch nicht, weil ich befürchte, dass wir noch die Erde tauschen müssen, da wo die Kids gegossen haben, bilden sich weiße Ränder, Salz, vermute ich, und da wächst dann nicht viel.Die UNO hat den Kindern Laptops geschenkt, diese kleinen weiß-grünen Dinger aus dem One-Laptop-per-Child-Programm. Wir haben allerdings nur vier für die ganze Schule bekommen, aber das reicht auch, meines Erachtens. Man sollte ja eigentlich meinen, dass die, die wenig besitzen, diesen ihren Besitz besonders wertschätzen. Bei den meisten hier ist dem nicht so - alles, was ich den Kindern schenke, hält keine Woche durch, ohne kaputtzugehen. Manche verlieren täglich einen Bleistift. Auch meine Großen sind Meister der Tollpatschigkeit, wobei ich nicht weiß, ob sie ihre Sachen nicht manchmal absichtlich runterwerfen, weil ihnen das mehr Spaß macht, als die Stifte ihrer eigentlichen Bestimmung, dem Schreiben, zuzuführen. Ich bin sehr gespannt, wie lange diese Laptops durchhalten.
Jedenfalls haben wir ab jetzt jeden Mittwochmorgen Computación, das ist ganz lustig, und die Kids wollen garnicht mehr aufhören. Was ein bisschen nervig ist. Bruchrechnen, Bäume pflanzen und Denken kann man nämlich auf den Dingern nicht so gut lernen.
Achja, und ich lerne Quechua. Milenias Familie kommt aus den Bergen, wo das noch gesprochen wird. Milenia will Lehrerin werden, und darf sich jetzt gelegentlich als Profesora de Quechua profilieren. Klingt wild und ist schwer zu merken, aber spannend. Imaynayan, allinchu cachquanqui!
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