Dienstag, 6. Dezember 2011

De Gatitos y Riego por goteo.


Freitag bin ich Mutter eines süßen kleinen Waisenkätzchens geworden, was mich sehr glücklcih macht. Halb verhungert, falsch ernährt und ganz verfloht, musste ich es von dem Rattengifttod erretten, zu dem es von den bösen Stiefeltern verurteilt hatten.
Mit viel Liebe, Leche Gloria und etwas Brot und nach einer vorsichtigen Reinigung mit warmem Wasser und Flohsprüh ist es jetzt trotz Carmens dunkler Prophezeihungen übern Berg, maunzt fleißig Tag und Nacht, klettert selbstständig aus seiner Kiste heraus und läuft mir überall hin nach. Im Unterricht ist es auch dabei, und das Schönste ist Treibhauseffekt erklären mit dem Fratz auf dem Arm.

Samstag habe ich mit Yoel mit viel Freude und Eifer seine TiNi wiederaufgebaut, die alte war vertrocknet, der Zaun eingefallen und der Rest der Pflanzen von den Hühnern gefressen. Nachdem ich mich einige Tage vorher zum Wiederaufbau angekündigt hatte, war ich begeistert, als ich bei meinem Eintreffen schon die Hälfte neu errichtet vorfand. Im verbleibenden Teil der TiNi hatte Yoel sich sogar ein Tröpfchenbewässerungssystem installiert, ganz alleine. Blieb noch, die TiNi zu vergrößern, also die Erde auszutauschen und den Zaun drum herumzuspannen, was auch noch einen ganzen Vormittag gefüllt hat... trotz der tatkräftigen Mitarbeit sämtlicher kleiner Geschwister.Gut dass Yoel eine Hängematte hat, in der ich anschließend seinem Flötenspiel lauschen und ein paar Tipps geben durfte. Das mit dem Musik uterrichten kann ich einfach nicht lassen :)

Trotz alledem war ich abends noch fit genug, um mit Milagros, Luchos Schwester, ins Nachtleben zu tanzen. Lucho und Stefania und ihre Freunde sind in letzter Zeit zu träge, zu alt oder zu krank um auszugehenn, aber ich muss tanzen, sonst werd ich ob Carmens Kohlenhydratmast wirklcih noch dick hier.
Jedenfalls fand ich mich dann nachts auf einem schicken Dieziochoniero (18. Geburtstag) wieder, die hier für die Jungs riesig gefeiert werden. Alles ein bisschen übertrieben, viel Pomp, aber nur halb so schlimm wie die Quincenieros (15. Geburtstage) der Mädls, wo das arme Kind in ein Prinzessinenkleid gesteckt wird (besonders passend in San Jacinto, mit den Stöckelschuhen im Lehmboden stapfend) und unglaublich viel alberner, rosafarbener Trubel betrieben wird, um es in die Gesellschaft einzuführen... aber man muss ja alles mal gesehen haben, und ich war fest entschlossen mich zu amüsieren. Ich war natürlich auch die einzige Gringa dort und Mili hatte mich in ein winziges Kleidchen und haushohe Schuhe gesteckt, und natürlich wurde ich aufgefordert, vor aller Augen Negroide zu tanzen, was mir bisher nur aus dem Fernsehen ein Begriff war... aber vor lauter Erdbeerpisco dürfte das niemandem aufgefallen sein, und ich hatte Spaß :)

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